Thursday, July 10. 2008
Regeln für Blogger Relations
Gerade beim PR-Agentur-Blog gelesen - 13 Punkte für den Aufbau und die Optimierung einer Beziehungen zu Bloggern:
- Blogger sind nur in seltenen Ausnahmefällen Journalisten. Sie haben kein berufliches Interesse an einer Kontaktaufnahme durch Unternehmen und verfügen im Allgemeinen über eine mehr oder minder stark ausgeprägte Abneigung gegenüber Public Relations. Behalten Sie das im Hinterkopf, bei allem was Sie tun.
- Unterscheiden Sie zwischen privaten und kommerziellen Blogs. Was bei letzteren, also beispielsweise bei Corporate Blogs und den meisten Fachblogs okay ist, das ist bei privaten Blogs nicht mehr opportun.
- Erstellen Sie zu Beginn im Rahmen einer gründlichen Recherche beispielsweise bei Technorati und der Blog-Suche von Google eine Liste von Blogs, die über Ihr Themengebiet schreiben. Lesen Sie in diesen Blogs um genauer die Interessenlage des Bloggers kennen zu lernen. Nur wenn sich Ihr Anliegen mit dieser Interessenlage deckt, sollten Sie über weitere Schritte nachdenken.
- Der Wegbereiter für einen fruchtbaren Kontakt können Kommentare zu Beiträgen des Bloggers sein. Blogger verfolgen in der Regel die Kommentare auf Ihre Beiträge recht genau und werden somit schon einmal in einem positiven Kontext mit Ihrem Namen in Berührung kommen. Sofern Sie über ein Corporate-Blog verfügen, können Sie auch in eigenen Beiträgen gezielt Trackbacks auf passende Beiträge der Blogger setzen, mit denen Sie eine Beziehung aufbauen möchten. Nehmen Sie sich für diese Aufwärmphase ruhig einige Wochen Zeit.
- Die erste persönliche Kontaktaufnahme nehmen Sie bitte nur bei kommerziellen Blogs per Telefon vor. Private Blogger empfinden bereits per E-Mail versendete Pressemitteilungen als Spam - Ihr Anruf würde schlichtweg als Belästigung empfunden - wie ein Hausiererbesuch am Wochenende.
- Schreiben Sie eine persönliche und authentische Mail, die schnell zum Punkt kommt und sich PR-Phrasen verkneift. Wenn Sie informieren wollen, tun Sie das mit Fakten. Wenn Sie etwas anbieten wollen, stellen Sie sachlich den Nutzwert für den Blogger und seine Leser heraus. Überschätzen Sie allerdings den Faktor "Leser" nicht, denn viele Blogger bloggen in erster Linie für sich und haben nicht die an den Interessen der Leser ausgerichtete journalistische Denkweise.
- Berücksichtigen Sie die Besonderheiten des Mediums und geben Sie Bloggern multimediale Inhalte an die Hand. Neben der reinen textlichen Information also auch gutes Bildmateial und vielleicht auch Audio und/oder Video. Aber nicht einfach ungefragt. Vermeiden Sie alles, was den Anschein von Massenabfertigung erwecken könnte.
- Haken Sie bitte nicht nach. Selbst Journalisten empfinden das übliche Nachhaken schon als äußerst lästig. Wenn Sie das Interesse eines Bloggers geweckt haben, wird er mit etwas Glück einen Beitrag schreiben. Erzwingen lässt sich nichts.
- Nicht nur auf Redakteure klassischer Medien üben Exklusive News und Geschichten einen großen Reiz aus. Bieten Sie doch auch einmal Ihrem wichtigsten Blogger ein Exclusive an. Schöne Angebote sind auch (Video-)Interviews mit wichtigen Persönlichkeiten des Unternehmens, Designstudien etc.
- Aber vergessen Sie die aus dem Umgang mit Journalisten gewohnten Gepflogenheiten wie die Einhaltung von Sperrfristen oder die Autorisierung von Interviews oder Zitaten. Hier geht es um Authentizität - und Blogger verfügen über keinen Berufskodex, der zu Fairness verpflichten würde.
- Laden Sie "ihre" Blogger gleichberechtigt mit Journalisten zu Pressekonferenzen, Messen und Events ein. Die Wertschätzung, die Sie damit ausdrücken kann noch bestehendes Eis zum schmelzen bringen und positive Kontakte intensivieren.
- Ist der Kontakt erst einmal etabliert, lässt er sich möglicherweise ökonomischer gestalten: Darauf angesprochen, signalisiert der Blogger vielleicht Interesse, in den Presseverteiler aufgenommen zu werden. Was ohne vorherige Einwilligung böse Folgen haben kann, ist nun der Lohn einer dem Medium angepassten Vorgehensweise.
- Wiederholen Sie regelmäßig Schritt drei. Die Blogosphäre wächst täglich um einige tausend Blogs, bestimmt ist dann und wann auch ein neues für Ihre Liste dabei.
Weitere Tipps bei basic-thinking, off-the-record und sichelputzer.
Via Kilroy Blog bin ich auf weitere Artikel zum Thema gestossen:
Wednesday, June 25. 2008
Free eBooks
Hier eine Auswahl an guter
und natürlich frei erhältlicher Lektüre aus dem Web über Themen wie "Web
2.0", "Social Software", "Word of Mouth",
"Communities" und und und...
o
The Essential Guide to Social Media
o
The Art and Science of Social Media
and Community Relations
o
The Art and Science of Blogger
Relations
o
Customer Service: The Art of
Listening and Engagement through Social Media
o Erfolgreich
mit neuen Medien
o Social Media Optimization (SMO)
Sunday, June 22. 2008
Der Einfluss von Blogs auf das Kaufverhalten
Die Frage, welchen Einfluss Blogs auf das Kaufverhalten der Konsumenten haben, geistert in vielen Köpfen von Marketingverantwortlichen umher. Klar ist: Blogs haben einen Einfluss (sie werden ja auch gelesen). Unklar ist: Wie stark ist dieser Einfluss? Abschliessend beantworten wird dies auch der folgende Eintrag nicht. Aber eine repräsentative Studie von Ipsos und Hotwire (Deutschland, Frankreich, GB, Italien, Spanien; n=2214) gibt weitere Hinweise über die empfundene Vertrauenswürdigkeit von Weblogs.
30% der Deutschen gaben an, dass sie bereits Produkt oder eine Dienstleistung nicht gekauft hatten, nachdem sie einen negativen Kommentar im Netz gelesen haben. Auf der anderen Seite würden 56% der Deutschen ein Produkt eher kaufen, wenn sie einen positiven Eintrag darüber im Netz fänden. Digitale Mundpropaganda ist eben doch sehr oft positiv! Dabei spielt natürlich das Vertrauen in eine Informationsquelle eine grundlegende Rolle. Rund ein Viertel der Deutschen Internetnutzer betrachten Blogs als vertrauenswürdig, bei Kommentaren auf Verbrauchstest- und Preisvergleichportalen sind es gar 28%. Im Vergleich zu den klassischen Medienangeboten:
- Zeitungsartikel: 34%
- TV-Werbung: 15%
- E-Mail Marketing: 14%
Überraschendes Studienergebnis: Nur gerade 11% der Studienteilnehmer fänden Corporate Blogs als vertrauenswürdig. Viellicht liegt dieses schwache Abschneiden von Firmenblogs an der Feldzeit der Studie: 2006 - also schon etwas älter. Das Vertrauen und die Nutzung von Corporate Blogs (die ja oft Experten- oder Fachblogs sind, und nicht unbedingt ihr eigenes Unternehmen in den Vordergrund stellen) wird in der Zwischenzeit wohl etwas gestiegen sein. Ähnlich den zahlen zur europäischen Nutzung von Weblogs allgemein (unter den Internetnutzern). Die Studie präsentiert folgende Zahlen:
- GB: 14%
- Deutschland: 15%
- Italien: 15%
- Spanien: 16%
- Frankreich: 27%
Der europäische Durchschnitt liegt bei 17% und derjenige der aktiven Blogger bei 3% (Deutschland 2%).
Wednesday, June 18. 2008
Über die Generierung von Hypes
Hypes gibt es überall, wo man hinschaut bzw. hinliest.
Oftmals sind es die Medien die eine Innovation oder ein neues Produkt in den
Himmel hochheben, ungeachtet dessen, was die Konsumenten oder Rezipienten
wirklich darüber denken. Die Blogosphäre muss sich da wahrscheinlich ebenfalls
in einer gewissen Weise kritisch hinterfragen (was sie ja auch tut). Am Beispiel
des Games Grand Theft Auto IV macht sich ein Gamestar-Artikel
darüber Gedanken, wie solche Hypes denn eigentlich entstehen und wer dafür
zuständig gemacht werden kann.
Zwar kam bei dem langersehnten Spiel der Hype auch aus
den Reihen der Gamer, die es kaum noch erwarten konnten und sich in Foren und Blogs
eifrig untereinander austauschten. Aber ein Grossteil der Fanfaren lässt sich
auf reichweitenstarke Nachrichtenblätter zurückführen, die grundsätzlich wenig
mit dem Thema zu tun haben. Angefangen hat alles mit einem Artikel in der NYT
und in der „Folge, schrieb und sendete sich die Medienwelt Anfang Mai auf einen
Berichterstattungsgipfel, der GTA 4 zumindest einen Superlativ
sichert: einen derartigen Medienrummel gab es um ein Spiel noch nie.“ Die
TV-Stationen trugen ausserdem ihren Teil dazu bei, indem sie ausufernd über das
Phänomen berichteten.
Das Resultat ist beachtlich. GTA 4 setzte in der ersten
Verkaufswoche rund 500 Millionen Dollar um – ein neuer Rekord. Die Ursache:
„Hype“!! Es ist ein Mechanismus der sich eigendynamisch in die Höhe schraubt:
„Vorfreude generiert Hype, und Hype generiert Vorfreude. So schraubt sich das
Interesse in die Höhe, aus massiertem Getuschel wird mediales Getöse.“
Einerseits wollen die Konsumenten mit Informationen gespiesen werden, die sie
momentan interessieren und auf der andere Seite sind die Medien für die
Kreation des Informationsbedürfnisses selbst mitverantwortlich. Natürlich
fliesst ein gewisser Teil der Informationen aus Marketing- und PR-Abteilungen
in die Berichterstattung. Doch der Werbeaufwand für GTA 4 hielt sich relativ in
Grenzen und wurde nur punktuell vor dem Verkaufsstart intensiviert. Der Hype
war schon da, die Werbung insofern nur für den letzten Aufmerksamkeitsschub
zuständig. Schliesslich, so argumentiert Gamestar, waren die Spieletester und –Kritiker
ein weiterer nicht zu vernachlässigender Faktor in der Hypezüchtung.
Erstaunlich unkritisch berichteten diese über das Game. Spielejournalisten
würden dazu neigen, die Qualität eines Spiels zu überzeichnen. Dies liegt wohl
einerseits daran, dass sie selbst der emotionalen Komponente des Hypes
erliegen, und andererseits: Wer möchte in einer Horde von jubelnden Mitläufern
schon der erste sein, der sich outet? Wieso die eigene Reputation aufs „Spiel“
setzen, wenn es sich doch so leicht mit dem Strom fliessen lässt? Als dann nach
dem Erscheinen von GTA 4 die ersten kritischen Stimmen der Gamer selbst kamen,
jubelte die Fachpresse ignorant weiter. Das liegt wohl daran, dass es schwierig
ist zuzugeben, sich geirrt zu haben. Wer gibt schon gerne eigene Fehler zu? Des
Weiteren sind die Fachjournalisten der Gamerbranche und den Games meist selbst
sehr verbunden, ja selbst Zocker. Insofern ist die übertrieben positive
Berichterstattung als Selbstlegitimation und Selbsterhaltung der Gattung zu
verstehen: Die Generierung eines Hypes als Selbstzweck.
Nun denn, was dieser wunderbare Artikel zur Sprache
bringt, lässt sich natürlich bestens auf den aktuellen Blog-Hype übertragen,
womit der Bogen zum eigentlichen Thema dieses Blogs geschlagen werden konnte…
Monday, June 16. 2008
Blogossary
Friday, June 13. 2008
IPMZ-Weblog-Studie: Warum bloggen Sie?
Da ich an der Umfrage teilgenommen habe, wurden mir kürzlich die Ergebnisse per Mail zugeschickt. Mangels Zeit und weil die Studienerkenntnisse bereits andernorts bestens zusammengefasst sind, möchte ich gerne auf diese Quellen verweisen:
Wednesday, June 4. 2008
Studie zu Verhältnis von PR und Blogs
Blogger werden für die PR immer wichtiger. Das an sich ist jetzt noch nciht die Monster-News, aber es hat ganz reale Konsequenzen für die PR und natürlich auch für die Blogger. Es führt nämlich dazu, dass Blogger immer häufiger “Ziel” von PR-Aktionen werden.
Die Qualität dieser Aktionen ist in den allermeisten Fällen noch ziemlich mäßig und bisweilen setzt sich ein PR-ler auch mächtig ins Fettnäpfchen und wird dann öffentlichkeitswirksam zurechtgewiesen.
Die Frage ist: Woran kann das liegen? Sind in der PR nur Idioten? Die Antwort muss lautet: Es gibts zwar arrivierte und größtenteils akzeptierte Methoden zum Umgang mit Journalisten, aber eben nicht mit Bloggern. Oder andersherum: Wir PR-ler wissen eigentlich garnicht, wie und mit was wir die Blogger ansprechen sollen, um denen auch einen wirklichen Mehrwert bieten zu können. D.H. eine
erfolgreichefür beide Seiten zufriedenstellende Ansprache ist mehr oder minder Zufall oder beruht auf einem guten persönlichen Draht zum Blogger.Aus diesem Grund habe ich eine kleine Umfrage aufgesetzt, die da ein wenig Klarheit bringen sollen. Nämlich erstens darüber, wo es bei der Ansprache im Moment noch hakt und zweitens, wie man es besser machen könnte.
Selber mitmachen ist nicht verboten ;o)
Tuesday, June 3. 2008
Zahlen zu US-Blognutzung
Wednesday, May 28. 2008
Freeware-Blogs
Eine Auswahl an Freeware-Blogs, die über die besten Gratisprogramme bloggen:
- Freeware-Blog (der Klassiker)
- Best Free Ware Blog (der Allrounder)
- Kostnixx Freeware (der Multimediale)
- Freeware Genius (der Geniale)
- Freeware Vault (der Onliner)
- Freeware.de (der Deutsche)
Speziell hervorheben möchte ich folgende Links:
- Freeware für Windows Vista
- Youtube Filme downloaden (beliebige Formate statt VFL)
- Free Online Storage (Gratis FTP-/File-Server/Hoster)
- Downloads von freeware.de
Monday, May 26. 2008
PR und Web 2.0 Wiki
Sehr empfehlenswertes Wiki über PR und Web 2.0 mit folgenden Themengebieten:
Wednesday, May 21. 2008
13% der Internetnutzer lesen Corporate Blogs
Diese Rezipienten von Corporate Blogs lassen sich als männliche (70%), über 30-jährige und gutgebildete Nutzer charakterisieren. Ausserdem:
- 30% sind der Meinung, Corporate Blogs können dazu beitragen, den Dialog zu Firmen zu verbessern
- 20% meinen, Corporate Blogs erlauben einen Blick hinter die Kulissen
- 11% empfinden den Inhalt von Corporate Blogs als grundsätzlich irrelevant
- 21% halten das Potenzial von Corporate Blogs für überbewertet
Quelle mit Hintergründen zur Studie (Werbeanzeige.de):
Die Internet-Studie »WWW-Benutzer-Analyse W3B« fand im Oktober/November 2007 zum 25. Mal statt. Über 100.000 deutschsprachige Internet-Nutzer wurden von Fittkau & Maaß innerhalb des fünfwöchigen Umfragezeitraums zu verschiedenen aktuellen Online-Themen befragt - unter anderem zu Einstellungen und Präferenzen rund um das Phänomen »Web 2.0«.
Mehr zu Thema Weblogs von w3b. Und hier mehr zur Methodik der Studien von w3b.
Gründung der Arbeitsgemeinschaft Social Media
Gemäss ZDNet setzt sich die Arbeitsgemeinschaft Social Media folgende Ziele:
Der Verein hat sich die Erforschung sozialer Medien und die Vertretung deren Macher in Gesellschaft und Politik auf die Fahnen geschrieben und strebt die Gemeinnützigkeit an.
Etwas ausführlicher auf dem Blog der Arbeitsgemeinschaft:
Sie wird sich an der Erforschung des Web 2.0 beteiligen sowie an der Entwicklung von Meßstandards mitwirken, die den Mechanismen des Web 2.0 gerecht werden sollen. Eine internationale Standardisierung und Kooperation auf dem Gebiet der Social Media-Forschung wird angestrebt Zugleich zählt der Verein die Interessensvertretung und Lobbyarbeit, etwa für Blogger sowie andere Social Media-Produzenten und -Betreiber, zu seinen Aufgaben. Als Social Media definiert die AGSM laut Satzung dabei interaktive Anwendungen wie Weblogs, Wikis, Communities, Foren, Social Commerce Plattformen und Mikroblogs, die über Kanäle wie das Internet, mobiles Internet, RSS und Aggregatoren etc. verbreitet werden.
Thursday, May 8. 2008
Alexandria in St. Gallen - Forschungsplattform
Das
hier ist ja eigentlich ein Wissenschaftsblog. Um diesem Ettikett
gerecht zu werden, gibts auch mal wieder einen Wissenschafts-Beitrag ;o)
Ich bin ziemlich erquickt ob diesem Fund! Die Uni St. Gallen führt eine Forschungsplattform, auf der nicht weniger als 2500 Publikationen im Volltext zur Verfügung stehen. Gesamthaft bringt es die Datenbank auf ca. 17500 Artikel. Alexandria heisst der besagte Fundus (benannt nach der antiken Bibliothek). Darauf gestossen bin ich während einer Recherche über Corporate Blogs.
Miriam Meckel, selbst Bloggerin, betrieb mit anderen Forschungspartnern ein Corporate Blog-Projekt (2006-2007). Sie heben den rasanten Wandel der Kommunikationsverhältnisse in der Online-Welt hervor, in der die Netzwerkgesellschaft - im Speziellen Weblogs - für weitreichende Gefahren- wie auch Chancenpotenziale für Organisationen und Unternehmen verantwortlich gemacht wird. Die Risiken werden in kritischen und sich innert kürzester Zeit global verbreitenden Inhalten mit dem Potenzial zur Auslösung von Reputationsdynamiken festgemacht. Chancen bieten sich durch die (virale) Informationsdiffusion über interpersonale Kommunikationskanäle - kurz durch Mundpropaganda (WOM). Corporate Blogs sind insofern ein Kommunikationsinstrument, das sich zur transparenten, nachhaltigen "partizipativen und nicht-hierarchischen Kommunikation" eignet. Die Forschungsschwerpunkte dieses Projekt lesen sich wie folgt:
1) Zum einen soll empirisch nachvollzogen und geprüft werden, wie und in welchen Netzwerken sich die Diffusionsprozesse von Informationen im Internet vollziehen.
2) Zum zweiten soll eine Analyse der Prozesse und Standards in der Unternehmenskommunikation Erkenntnisse darüber bringen, wie Unternehmen die neuen Kommunikationsformen - insbesondere Weblogs - in ihr Kommunikationsmanagement proaktiv (und reaktiv) integrieren.
3) Schliesslich soll in einem dritten Untersuchungsansatz aus der Verbindung der ersten beiden Schritte abgeleitet werden, welche Reputationsrisiken sich aus den Verbreitungs- und Verarbeitungsprozessen kritischer Informationen im Internet für Unternehmen ergeben, wie diese Reputationsrisiken zu bewerten sind und wie sie durch Kommunikationsverantwortliche im Unternehmen selbst bewertet und durch neue Kommunikationskonzepte und –instrumente im Kommunikationsmanagement aufgegriffen werden.
Leider scheinen die Forschungsergebnisse nicht zu den öffentlich verfügbaren Publikationen zu gehören. Hingegen kann auf Anfrage ein weiteres Unternehmensblog-Projekt eingesehen werden, welches sich mit den Typologien von Blogs in der Unternehmenskommunikation befasst. (ob man die Texte dann auch erhält, werden wir sehen). Es handelt sich dabei um ein Konferenzpapier zur Jahrestagung der Schweizer Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaften (St. Gallen/2007). In der Übersicht wird das Anliegen des Papers kurz dargelegt:
Trotz einer Vielzahl von Publikationen zum Thema Blogging hat sich bisher noch kein vollständiger Theorierahmen zur Analyse von Weblogs im Rahmen der Unternehmenskommunikation gebildet. Viele Ansätze zur Typisierung des Begriffes Corporate Blogging bleiben eine Anbindung an die konkreten Funktionen der Coporate Communication schuldig und begnügen sich mit eindimensionalen (wie etwa inhaltlichen oder autorenzentrierten) Klassifizierungsversuchen.