Der Nike Spot für die Euro 08 ist da. Regie führte Guy Richie, Ehemann von Madonna. Das Storyboard führt durch die Karriere eines Fussballers bis er schliesslich... - ja, da musst du schon selber reinschauen ;o)
Spiegel Online
meint dem Geheimnis erfolgreicher viraler Werbekampagnen auf die Schliche
gekommen zu sein. In einem ausführlichen Artikel analysiert der Autor (Konrad Lischka) die aktuellen
Viralkampagnen wie auch Klassiker der ansteckenden Filmchen. Skurril, schrill, krass,
blutig, übertrieben und einzigartig müssen die Filmchen sein, um den Urhebern
zum Erfolg zu verhelfen.
Kürzlich sprang Kobe Bryant über ein auf ihn zurasendes Auto. Zuvor noch
montierte er in „unauffälliger“ Pose seine neuen Sportschuhe der nach einer
griechischen Göttin benamsten Marke. Obwohl Kobe selbst zugab: „Holywood, Baby!“,
hören die Youtube-Gucker nicht auf über die Echtheit des Clips zu spekulieren. Noch
besser, mittlerweilen kursieren im Netz Nachahmungsfilme, die den armen Kobe am
Ende des Films sogar überfahren lassen. Doch das ist egal – das Virale
profitiert gerade von solchen weiterentwickelten oder nachgeahmten
Eigenproduktionen, verhelfen sie doch dem Original zum Hype-Status. Sie führen
Konversationen, setzen sich aktiv (also high-involved) mit dem Inhalt
auseinander und verbreiten die Botschaft so ganz nebenbei über den ganzen
Globus.
Der Spiegel Artikel macht auch darauf aufmerksam, wie
leichtgläubig die Nutzer sind: „Keine Spur von Zweifel, weil Bryant zu Beginn des Clips einen
Sportschuh so demonstrativ präsentiert. Die Action ist so absurd, die Bilder
sind so spektakulär, dass manche Zuschauer jede kritische Distanz verlieren.
So
funktioniert virale Reklame: Die Werber streuen einen Clip, ein Foto, eine
Geschichte im Web und hoffen, dass ihre Idee so schrill ist, dass die Nutzer
sie von selbst weiterverbreiten. Der Bezug zum Auftraggeber taucht oft nur am
Rande, manchmal gar nicht auf. Die Absicht ist, dass die Bilder absurd genug
sind, damit die Zuschauer sich mit der Agenda der Clips gar nicht bewusst
auseinandersetzen.“
Unten sind die beiden Filmchen mit Kobe Bryant –
einmal im Original und einaml in der „Kobe-muss-sterben-Version“. Weitere
Besipiele gibts im Spiegel Artikel. Im übrigen scheint mir der "Stunt" nicht allzu spektakulär, handelt es sich doch um eine Standkamera. Einmal wird nur Kobe gefilmt und einmal nur der Aston Martin. Legt man die beiden Bilder übereinander springt Kobe plötzlich über den heranbrausenden Sportflitzer. Dies zeigt umso deutlicher, dass es eben auf die Idee ankommt und nicht auf eine horrende Summen verschlingende Produktion.
Youtube wartet neu mit einer Statistik-Seite für seine Nutzer auf (auch Youtube-Mutter GoogleBlog berichtete darüber). Es kann so errechnet werden, wann wieviele Nutzer von wo sich ein Video angesehen haben. Dies ist sicherlich sehr hilfreich für sämtliche Virals, die über den Youtube-Äther laufen (Viral-Controlling?).
Anfänglich hatte ich etwas Mühe dieses Tool überhaupt auf meinem Youtube Account zu finden (obwohl es eigentlich auf der Hand liegt): Youtube Account öffnen/login --> zu Manage My Videos --> Videos, Favorites & Playlists --> About this Video und schon macht sich das Google-Analytics-Ähnliche-Tool erkenntlich.
Der kleine Knirps wurde kürzlich von ManU
verpflichtet. Lustigerweise wurde der englische Traditionsverein erst
durch Youtube auf das Talent aufmerksam. Gelesen auf Blick-online.