Unternehmen, die sich ein trendiges 2.0 auf den Rücken binden wollen, gibt es in der Zwischenzeit genug. Doch mit dem Anlegen und Einrichten eines MySpace Kontos ist es eben noch nicht getan. Indes überrascht das Ergebnis einer aktuellen Studie von Juipter Research (via Pressemeldung) wenig. Viele (grosse) europäische Firmen mit einem MySpace Konto, bringen es nicht über 5000 "Freunde". Wieso? Zunächst gilt es abzuwägen, ob die eigenen Produkte und Services überhaupt Web 2.0 tauglich sind und über diese Kanäle promoted (gibt es potenzielle Fans?) oder gar vertrieben werden können. Zweitens braucht es mehr als nur das Firmenlogo, ein "about us", ein poppiges Video und ein paar Slogans. Web 2.0 hat mit Interaktion, Dialog und Mehrwert für den Kunden zu tun. Diese müssen dazu animiert werden, sich auf der Seite die Zeit zu vertreiben. Begegnungen und Erlebnisse mit der Marke sind wichtig. Ziemlich klassisch wäre da ein Wettbewerb. Etwas innovativer die Möglichkeit, bei Produktideen mitzuwirken (z.B. Starbucks mit Open Innovation Ansatz, oder einem Konsumenten Feedback Kanal). Zwar sind dies keine MySpace spezifischen Anwendungen, aber der Sinn der Sache bleibt der gleiche. Bereits als Best-Practices gelten insofern folgende Ansätze:
BMW lädt Fahrer seiner Sportwagen-Serie ‚M’ in der ‚M Power World’ zum
Chat mit Ingenieuren, der Autovermieter Sixt organisiert
Fahrsicherheitstrainings für die Mitglieder seiner Online-Welt
‚Carmondo’, und der Tiernahrungshändler Fressnapf hat inzwischen
200.000 Mitglieder in seine Gemeinschaft für Tierfreunde gelockt. (via)
Das Erfolgsrezept fürs Web 2.0 liegt also beim Prosumer: "Lasst die Kunden doch an der Markenpositionierung mitwirken", folgert Michael Zondler von http://www.harveynash.com/de richtigerweise.