Gerade beim PR-Agentur-Blog gelesen - 13 Punkte für den Aufbau und die Optimierung einer Beziehungen zu Bloggern:
- Blogger sind
nur in seltenen Ausnahmefällen Journalisten. Sie haben kein berufliches
Interesse an einer Kontaktaufnahme durch Unternehmen und verfügen im
Allgemeinen über eine mehr oder minder stark ausgeprägte Abneigung
gegenüber Public Relations. Behalten Sie das im Hinterkopf, bei allem
was Sie tun.
- Unterscheiden
Sie zwischen privaten und kommerziellen Blogs. Was bei letzteren, also
beispielsweise bei Corporate Blogs und den meisten Fachblogs okay ist,
das ist bei privaten Blogs nicht mehr opportun.
- Erstellen
Sie zu Beginn im Rahmen einer gründlichen Recherche beispielsweise bei
Technorati und der Blog-Suche von Google eine Liste von Blogs, die über
Ihr Themengebiet schreiben. Lesen Sie in diesen Blogs um genauer die
Interessenlage des Bloggers kennen zu lernen. Nur wenn sich Ihr
Anliegen mit dieser Interessenlage deckt, sollten Sie über weitere
Schritte nachdenken.
- Der
Wegbereiter für einen fruchtbaren Kontakt können Kommentare zu
Beiträgen des Bloggers sein. Blogger verfolgen in der Regel die
Kommentare auf Ihre Beiträge recht genau und werden somit schon einmal
in einem positiven Kontext mit Ihrem Namen in Berührung kommen. Sofern
Sie über ein Corporate-Blog verfügen, können Sie auch in eigenen
Beiträgen gezielt Trackbacks auf passende Beiträge der Blogger setzen,
mit denen Sie eine Beziehung aufbauen möchten. Nehmen Sie sich für
diese Aufwärmphase ruhig einige Wochen Zeit.
- Die
erste persönliche Kontaktaufnahme nehmen Sie bitte nur bei
kommerziellen Blogs per Telefon vor. Private Blogger empfinden bereits
per E-Mail versendete Pressemitteilungen als Spam - Ihr Anruf würde
schlichtweg als Belästigung empfunden - wie ein Hausiererbesuch am
Wochenende.
- Schreiben
Sie eine persönliche und authentische Mail, die schnell zum Punkt kommt
und sich PR-Phrasen verkneift. Wenn Sie informieren wollen, tun Sie das
mit Fakten. Wenn Sie etwas anbieten wollen, stellen Sie sachlich den
Nutzwert für den Blogger und seine Leser heraus. Überschätzen Sie
allerdings den Faktor "Leser" nicht, denn viele Blogger bloggen in
erster Linie für sich und haben nicht die an den Interessen der Leser
ausgerichtete journalistische Denkweise.
- Berücksichtigen
Sie die Besonderheiten des Mediums und geben Sie Bloggern multimediale
Inhalte an die Hand. Neben der reinen textlichen Information also auch
gutes Bildmateial und vielleicht auch Audio und/oder Video. Aber nicht
einfach ungefragt. Vermeiden Sie alles, was den Anschein von
Massenabfertigung erwecken könnte.
- Haken
Sie bitte nicht nach. Selbst Journalisten empfinden das übliche
Nachhaken schon als äußerst lästig. Wenn Sie das Interesse eines
Bloggers geweckt haben, wird er mit etwas Glück einen Beitrag
schreiben. Erzwingen lässt sich nichts.
- Nicht
nur auf Redakteure klassischer Medien üben Exklusive News und
Geschichten einen großen Reiz aus. Bieten Sie doch auch einmal Ihrem
wichtigsten Blogger ein Exclusive an. Schöne Angebote sind auch
(Video-)Interviews mit wichtigen Persönlichkeiten des Unternehmens,
Designstudien etc.
- Aber
vergessen Sie die aus dem Umgang mit Journalisten gewohnten
Gepflogenheiten wie die Einhaltung von Sperrfristen oder die
Autorisierung von Interviews oder Zitaten. Hier geht es um
Authentizität - und Blogger verfügen über keinen Berufskodex, der zu
Fairness verpflichten würde.
- Laden
Sie "ihre" Blogger gleichberechtigt mit Journalisten zu
Pressekonferenzen, Messen und Events ein. Die Wertschätzung, die Sie
damit ausdrücken kann noch bestehendes Eis zum schmelzen bringen und
positive Kontakte intensivieren.
- Ist
der Kontakt erst einmal etabliert, lässt er sich möglicherweise
ökonomischer gestalten: Darauf angesprochen, signalisiert der Blogger
vielleicht Interesse, in den Presseverteiler aufgenommen zu werden. Was
ohne vorherige Einwilligung böse Folgen haben kann, ist nun der Lohn
einer dem Medium angepassten Vorgehensweise.
- Wiederholen
Sie regelmäßig Schritt drei. Die Blogosphäre wächst täglich um einige
tausend Blogs, bestimmt ist dann und wann auch ein neues für Ihre Liste
dabei.
Weitere Tipps bei basic-thinking, off-the-record, sichelputzer und Diva Marketing Blog.
Via Kilroy Blog bin ich auf weitere Artikel zum Thema gestossen:
DimidoBlog, Best Practice Business Blog, Hugo E. Martin.