Gemäss einer Studie von Universal McCann können es die Blogs mit den traditionellen Massenmedien aufnehmen, wie persönlich.com heute morgen berichtete. 73 Prozent der in 29 Ländern befragten 17'000 Internet-Nutzer
haben schon einmal einen Blog konsultiert. Auf dem ganzen Globus zählt die Studie 184
Millionen Blogger, davon 42 Millionen allein in China -- das sind mehr
als in Westeuropa und den USA zusammen.
Nicht ganz überraschend liegt die Schweiz im weltweiten Durchschnitt hinten (wir leben halt noch immer auf der Alp und produzieren Käse-Milch-Schoggi...):
Die Schweiz fällt in der Nutzung der Social Media im Vergleich zu den
Durchschnittswerten ab. So haben bloss 63 Prozent der befragten Nutzer
schon einmal einen Blog gelesen, 41 Prozent gaben an, einem Social
Network anzugehören, 39 Prozent bereits einmal Fotos auf eine Sharing
Plattform hochgeladen zu haben.
Auch Deutschland gehört nicht gerade zu den Pionieren in Sachen Web 2.0. MaCann betitelt die Deutschen in einer (anderen) europäischen Web 2.0-Studie als "Blog-Muffel" (befragt wurden 5.088 regelmäßige Internet-Nutzer im Alter zwischen 16 und 44 Jahren in den fünf Ländern Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien).
Dafür liegen die Deutschen im Online-Dating, wie auch im Erstellen eigener Homepages ganz vorne. In einer Nord-Süd-Analyse zeigt sich, dass die "Latinos" mehr eigenen Content ins Internet stellen als die Nordländer. Ausserdem zeigt die Studie, dass 14% aller befragten Onliner ein eigenes Weblog betreiben. In Deutschland seien es nur etwa 10% (was sich in etwa mit anderen Studienergebnissen deckt).
Und obwohl Blogs ein immer wichtigeres Massenmedium werden, kann auch hier von Komplementarität statt "tödlicher" Konkurrenz gesprochen werden:
Dies geht aber nicht zu Lasten der klassischen Medien: Zeitungen,
Zeitschriften und die Empfehlungen von Freunden haben nach wie vor eine
hohe Glaubwürdigkeit und werden zu Rate gezogen. „Content Creators“
nutzen generell mehr Informationsquellen und sind besser informiert als
andere Internet-Nutzer – daher können sie sehr gut in ihrer Community
als Multiplikatoren fungieren. Hinzukommt, dass sie extrem skeptisch
gegenüber Online-Werbung sind.
Nachtrag: Über den Media-Blog bin ich noch auf das komplette 80-seitige Dokument von McCann gestossen.