Es gibt bereits
eine Vielzahl von Versuchen, die verschiedenen Arten von Weblogs zu typologisieren.
Grundsätzlich werden aber fünf Hauptgattungen unterschieden. Für detaillierte Ausführungen
sei auf Armborst (2006: 50 – 70), Schmidt (2006a: 69 – 148) und Zerfass/Boelter
(2005: 23 – 32) verwiesen. Es gilt festzuhalten, dass es keine festen
Trennlinien zwischen den einzelnen Weblog-Arten gibt, da sie sich zunehmend zu
vermischen beginnen.
Der wohl meistgelesene
Typ ‚Weblog’ ist der Fach-, Themen- oder Expertenblog. Diese Weblogs befassen sich mit Spezialthemen in
Bereichen wie Technologie, Recht („Blawgs“), Lebensmittel, Literatur, Sport,
Marketing und PR oder Börsenaktivitäten, um nur einige Beispiele zu nennen. Die
selbst ernannten Experten sind vor allem in Technologie-Bereichen zu
ernstzunehmenden Kompetenz- und Informationszentren geworden, die teilweise den
Fach-Journalisten an Aktualität und Expertise in nichts nachstehen.
Des Weiteren lassen sich persönliche oder private Weblogs, J-Blogs (Journalisten-Weblogs) und Watch-Blogs (zur Überwachung von Politikern, Journalisten und Unternehmen) unterscheiden. Schliesslich können Weblogs auch im unternehmerischen Umfeld als PR- oder Marketing-Tool eingesetzt werden, um mit den Zielgruppen in einen direkten Dialog zu treten [1]. Diese so genannten Corporate Blogs werden zu einem späteren Zeitpunkt behandelt. Neben diesen fünf Hauptkategorien gibt es unzählige weitere Misch- und Nischenformen wie VLogs (Video-Blogs), Phlogs (Photo-Blogs), Warblogs, Funblogs, Artblogs oder Podblogs (Weblogs in Verbindung mit Podcasts).