Zu Beginn des World Wide Webs war es ohne Fachwissen
nicht möglich, dort eigene Informationen zu publizieren. Dies hatte zur Folge,
dass die Anzahl Besucher von Websites stetig zunahm, die Anzahl an
publizierenden Internetnutzern aber infolge der technischen Hürden begrenzt
blieb. Dies änderte sich Ende der 90er Jahre mit dem Aufkommen der Social Software, sozusagen der
„Demokratisierung der Produktionsmittel“ (Anderson 2007: 74). Aus passiven
Konsumenten wurden und werden potenziell äusserst aktive Produzenten (vgl.
Hornig 2007: 8).
„Social Software umfasst im engeren Sinne Internetdienste, in denen soziale Netze mit Hilfe von Websites geknüpft werden können ...“ (Przepiorka 2006: 13). Dem Begriff lassen sich Formen der Online-Kommunikation wie Kontaktbörsen (sog. „Social Networking Websites“ ), Weblogs, Tools zur Zusammenarbeit im Internet wie etwa Wikis und Chatsoftware zuordnen. Die Unterstützung von menschlicher Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit auf Basis sozialer Netzwerke steht dabei stets im Mittelpunkt. Vor allem Weblogs und Wikis haben zum Erfolg von Social Software beigetragen. Der Unterschied dieser beiden Social Software-Genres kann in etwa so veranschaulicht werden: „Reading a blog is like listening to a diva sing, reading a wiki is like listening to a symphony“ (Delio, 2005: 44). Wikis sind Sammlungen von frei und kollaborativ editierbaren Websites, von welchen Wikipedia die Bekannteste ist.