Wie kaum ein
anderer Begriff erlebt „Web 2.0“ momentan eine Hochkonjunktur. Doch was
verbirgt sich eigentlich dahinter? Das Schlagwort entstand während einer
Brainstorming-Session auf der Suche nach einem schlagkräftigen Namen für eine
Internetkonferenz. Schöpfer dieses Hype-Wortes dürfen sich der O’Reilly Verlag
und die Agentur MediaLive International nennen (vgl. O’Reilly 2005). Es gibt
keine einheitliche Definition von Web 2.0,
aber es wird darunter bislang eine Reihe von Entwicklungen im Netz
zusammengefasst, welche die Interaktion von Nutzern untereinander auf Internet-Plattformen
ins Zentrum stellt, auf denen ihnen eine eigenständige oder gemeinsame
Erstellung von Inhalten ermöglicht wird (vgl. Meckel 2007: 3). Jedoch sollte
nicht ausser Acht gelassen werden, dass nur die wenigsten Internet-Nutzer
wirklich selbst Inhalte produzieren. Die „Ein-Prozent-Regel“ ist eine Faustregel,
die sich oft mit der Realität deckt. Sie widerspiegelt die erfahrungsgemässe
Mitarbeit an Web 2.0 Projekten: „Wenn
hundert Leute eine Website nutzen, wird davon durchschnittlich nur einer aktiv
neue Inhalte schaffen und zehn werden Kommentare abgeben oder die Inhalte
verändern“ (Schöneberg 2007).
Gemäss Eck
(2007a: 20 – 21) steht das „Mitmach-Web […] für die Vernetzung und
Kommunikation der Menschen via Internet und basiert auf den Grundgedanken
Transparenz, Standardisierung und Freiheit. Im Gegensatz zum Web 1.0 spielt nicht mehr das
technische, sondern das soziale Miteinander die zentrale Rolle“. Deshalb werden
die Plattformen des Web 2.0 oft auch
als „Social Software“ bezeichnet.