Monday, June 30. 2008
"Medien- und Kommunikationswissenschaft" zum Download
Die Fachzeitschrift Medien- und Kommunikationswissenschaft (M&K) vom Hans Bredow Institut der Uni Hamburg gibts zum freien Dowlnoad. Zumindest was die Hefte von 2000 - 2004 betrifft. Für die neueren Jahrgänge gibt es jeweils das Inhaltsverzeichnis und einen Teaser-Artikel.
Folgende Artikel und Rezensionen hören sich empfehlenswert an (was die Thematik dieses Blogs betrifft):
- Die Zeitung zwischen Print und Digitalisierung
- Interaktivität - ten years after. Bestandesaufnahme und Analysrahmen
- Das Netz - eine Herausforderung für die Kommunikationswissenschaft
- Die Internet-Ökonomie. Strategien für die digitale Wirtschaft
- Digital Mythologies. The hidden Complexities of the Internet
- Ökonomisierung aus Sicht der Online-Medien
- Unternehmenskommunikation - Ein Leitfaden
- The Advent of E-Health. How Interactive Media are Transforming Health Communication
- Vertrauen im E-Commerce. Herausforderungen und Lösungsansätze
- Vertrauen durch Reputation im elektronischen Handel
- Online-Medien als funktionale Alternative?
- The Missing-Link: Crossmediale Vernetzung von Print und Online
Friday, June 27. 2008
Fussballfest in Basel: Oranjes
Wie Nutzerbewertungen wirken
Gelesen bei iBusiness und direkt zitiert (exakte URL):
Nutzergenerierte Inhalte spielen im Internet eine immer wichtigere Rolle, mittlerweile steigt auch die Bedeutung im Bereich E-Commerce. Denn eine repräsentative Studie der Fittkau & Maaß Consulting GmbH belegt, dass potentielle Kunden sehr großes Vertrauen in Produktbewertungen anderer Internet-Nutzer hat. Die Bedeutsamkeit des Internet für Kaufentscheidungen wird somit weiter untermauert.
Laut der Studie vertrauen jeweils über 40 Prozent der Internet-Nutzer, die Nutzer-erstellte Bewertungen zu Produkten, Hotels oder Shops. Allein Wikipedia-Einträge erzielen mit 58 Prozent einen noch höheren Wert hinsichtlich der Glaubhaftigkeit. Unter den routinierten Online-Einkäufern ist sogar jeder Zweite der Meinung, dass Produktbewertungen anderer Nutzer glaubhaft seien. Weniger aktive und ältere Online-Einkäufer sind allerdings etwas zurückhaltender: Unter den Gelegenheits-Shoppern und den Silver Surfern (ab 50 Jahre) vertraut nur jeder Dritte den Produktinformationen. Bei den Nutzern unter 20 Jahren vertrauen 60 Prozent auf nutzererstellte Bewertungen.
Fast jeder Zweite Online-Shopper nutzt zur Kaufvorbereitung Quellen wie Meinungsportale und Nutzer-Kauflisten in Online-Shops. Auch hier zeigt sich, dass vor allem junge und shopping-erfahrende Nutzergruppen sich auf nutzergenerierte Bewertungen und Empfehlungen verlassen.
Die Studie belegt jedoch auch, dass Online-Shopper den nutzergenerierten Bewertungen nicht blind vertrauen. So vermuten 45 Prozent der Befragten, dass von Nutzern erzeugte Online-Inhalte manchmal bewusst manipuliert werden. Fast zwei Drittel bemängeln, dass der Wahrheitsgehalt dieser Inhalte schwer zu überprüfen sei. Auf der anderen Seite gibt je ein Drittel positive Statements bezüglich der Qualität nutzergenerierter Inhalte ab: Sie sind der Meinung, dass diese Informationen oft detaillierter und vielfältiger seien - und dass die Qualität sogar besser sei als die von redaktionell erstellten Inhalten.
Eine weitere Studie von Harris Interactive untermauert die vorangegangenen Ergebnisse. Auch diese Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bei der Kaufentscheidung die Empfehlungen anderer Internet-Nutzer am wichtigsten sind. Danach folgen Suchmaschinen, Produkt- und Preisvergleichsseiten sowie Firmen-Websites. Laut dieser Studie ist das Internet das einflussreichste Medium für europäische Konsumenten. Es hat einen etwa doppelt so großen Einfluss wie das zweitwichtigste Medium - das Fernsehen. Gegenüber traditionellen Printmedien wie Zeitungen und Zeitschriften sowie dem Radio ist der Unterschied sogar noch größer.
Thursday, June 26. 2008
Die reichweitenstärksten Websites Deutschlands
| Angebote | Rang | Reichweite in % | Netto-Reichweite in Mio Unique-User | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| T-Online | 1 | 37,0 | 15,16 | ||||||
| WEB.DE | 2 | 32,5 | 13,29 | ||||||
| Yahoo! Deutschland | 3 | 26,9 | 11,00 | ||||||
| MSN.de | 4 | 21,5 | 8,81 | ||||||
| GMX | 5 | 20,6 | 8,41 | ||||||
| MyVideo | 6 | - | 6,56 | ||||||
| ProSieben.de | 7 | - | 5,90 | ||||||
| MeineStadt.de | 8 | - | 5,90 | ||||||
| RTL.de | 9 | - | 5,74 | ||||||
| StudiVZ | 10 | - | 5,13 | ||||||
| CHIP Online | 11 | - | 5,13 | ||||||
| SPIEGEL ONLINE | 11 | - | 5,13 | ||||||
| AOL | 13 | - | 4,94 | ||||||
| freenet.de | 14 | - | 4,80 | ||||||
| DasÖrtliche | 15 | - | 4,65 | ||||||
| MySpace | 16 | - | 4,61 | ||||||
| DasTelefonbuch.de | 17 | - | 4,54 | ||||||
| Bild.de | 18 | - | 4,46 | ||||||
| wer-weiss-was | 19 | - | 4,16 | ||||||
| Mobile.de | 20 | - | 3,72 |
Die aktuelle Reichweitenmessung der Arbeitsgemeinschaft Online belegt ein mal mehr, dass Web 2.0-Services gegenüber klassische Webangebote immer mehr Boden gewinnen. Bei Vermarkterranking mischen Printverlage spürbar stärker mit und verweisen Onlinevermarkter auf die hinteren Plätze. Vor allem ein zuletzt schwächelndes Web-2.0-Portal ist wieder ganz vorne dabei.
12 Google Tricks
Wednesday, June 25. 2008
Free eBooks
Hier eine Auswahl an guter
und natürlich frei erhältlicher Lektüre aus dem Web über Themen wie "Web
2.0", "Social Software", "Word of Mouth",
"Communities" und und und...
o
The Essential Guide to Social Media
o
The Art and Science of Social Media
and Community Relations
o
The Art and Science of Blogger
Relations
o
Customer Service: The Art of
Listening and Engagement through Social Media
o Erfolgreich
mit neuen Medien
o Social Media Optimization (SMO)
Business-Video Portal
Businessworld.de ist das Portal für Business-Videos. Unternehmen können sich kostenlos präsentieren, geschäftliche Kontakte knüpfen und sich informieren. Firmenimagefilme, Werbespots, redaktionelle Berichte, moderierte Messeberichte, etc. geben dem User auf bequeme Art detaillierte Informationen.
Tuesday, June 24. 2008
Fortune 500 Corporate Blog Studie
Burson Marsteller führte kürzlich eine Studie
über die Blogs der Fortune 500 Companies (F500) durch. Ein ähnliches
Unterfangen führte ich selbst übrigens bereits 2006 im Rahmen einer
Seminararbeit durch. Das Ergebnis ist mittlerweile Teil eines Artikels meiner
Professorin in einem Herausgeberwerk.
Aber kommen wir zur aktuelleren Studie (2008): Sie
untersucht die F500 Firmen, die ein proaktives Blogging betreiben (Entwicklung
von unternehmenseigenen Weblogs für den Dialog mit den Anspruchsgruppen). Momentan
sind es 14,8% bzw. 74 der F500, die ein eigenes Weblog betreiben. Von den Top
50 Unternehmen sind es deren 16 (32%):

Seit 2005 ist der F500 Blogging Index um ganze 270%
gestiegen. Damals – in den aufregenden wilden Webjahren – gab es bloss 20 F500 Corporate
Blogs. Wenig verändert hat sich hingegen in der Verteilung über die Branchen.
Logischerweise sind es weiterhin die technologie- und internet-nahen Firmen,
die den Schritt in den offenen Dialog mit ihren Anspruchsgruppen wagen (Sun
Microsystems, Microsoft, Amazon, Google, HP, Intel, Cisco). Dabei ist der
Dialog wirklich offen (zumindest aus einer rein funktionalistischen
Perspektive): 99,5% aller Blogs verfügen über eine Kommentarfunktion, womit
deutlich wird, dass sich die führenden Firmen in den USA zu öffnen beginnen.
Es lässt sich in die Tradition der Innovationsdiffusion
von Everett M. Rogers einreihen, dass diejenigen Firmen der vorderen F500
Plätze eher bloggen, als diejenigen auf den hinteren Plätzen. Von den F50 sind es
32%, 16% der F201-250 und nur 2% der F451-500. Grössere Firmen haben grössere
Ressourcen, mehr Kunden, mit denen ein Dialog geführt werden kann und sind womöglich
eher darauf bedacht, eine durch kritisch wahrgenommene Milliardengewinne in
Frage gestellte Reputation zu schützen bzw. proaktiv zu steuern. Auf jeden Fall
ist die kritische Masse (nach Rogers bei ca. 16% liegend) – bei der eine Innovation
zum Selbstläufer wird – noch nicht ganz erreicht.
Auch wenn die Studie nicht gerade für erquickende Überraschungsmomente
sorgt, so ist doch ersichtlich, dass Corporate Blogs auf dem Vormarsch sind.
Immer mehr grosse multinationale Unternehmen erkennen den Wert der
dialogorientierten, offenen, transparenten und engagierten Kommunikation über
alternative Kanäle.
Aus methodologischer Sicht gibt es zwei Dinge zu
bemängeln. Ersten wurden Corporate Blogs als aktiv erachtet, die in den letzten
12 Monaten mindestens einen Eintrag zu verzeichnen hatten. Fruchtbarer wäre aus
meiner Sicht der Technorati-Standard von 90 Tagen. Zweitens wurden auch Blogs
von Tochterfirmen der F500 in das Sample aufgenommen. Dadurch wurden 12
Corporate Blogs mit in die Studie einbezogen (womit die %-Zahl der „wirklichen“
F500 Corporate Blogs noch bei 12,4% läge).
So, und zum Schluss noch der Verweis auf die SlideShare
Version der Studie:
PS: War übrigens noch auf der Suche nach dem F500
Corporate Blog Wiki, und bin dabei immer nur darauf
gestossen. Kann mir jemand weiterhelfen?
Brandfans - Das Markenbarometer
Schaut man sich z.B. AfriCola an, überwiegt das Tag "Kult". Clickt man auf "Kult", sieht man, dass auch Jägermeister und Adidas Kultstatus besitzen. Brandfans könnte also durchaus als Indikator für den Beliebtheitsgrad/Reputation einer Organisation oder Marke beigezogen werden. Repräsentativ ist die Sache natürlich nicht, doch Trends lassen sich erkennen. Was ich an Brandfans vermisse ist eine Top/Flop liste mit den am besten und den am schlechtesten bewerteten Marken. Aber ansonsten eine ganz nette Spielerei.
Monday, June 23. 2008
Schweizer buchen Ferien online
Sunday, June 22. 2008
Der Einfluss von Blogs auf das Kaufverhalten
Die Frage, welchen Einfluss Blogs auf das Kaufverhalten der Konsumenten haben, geistert in vielen Köpfen von Marketingverantwortlichen umher. Klar ist: Blogs haben einen Einfluss (sie werden ja auch gelesen). Unklar ist: Wie stark ist dieser Einfluss? Abschliessend beantworten wird dies auch der folgende Eintrag nicht. Aber eine repräsentative Studie von Ipsos und Hotwire (Deutschland, Frankreich, GB, Italien, Spanien; n=2214) gibt weitere Hinweise über die empfundene Vertrauenswürdigkeit von Weblogs.
30% der Deutschen gaben an, dass sie bereits Produkt oder eine Dienstleistung nicht gekauft hatten, nachdem sie einen negativen Kommentar im Netz gelesen haben. Auf der anderen Seite würden 56% der Deutschen ein Produkt eher kaufen, wenn sie einen positiven Eintrag darüber im Netz fänden. Digitale Mundpropaganda ist eben doch sehr oft positiv! Dabei spielt natürlich das Vertrauen in eine Informationsquelle eine grundlegende Rolle. Rund ein Viertel der Deutschen Internetnutzer betrachten Blogs als vertrauenswürdig, bei Kommentaren auf Verbrauchstest- und Preisvergleichportalen sind es gar 28%. Im Vergleich zu den klassischen Medienangeboten:
- Zeitungsartikel: 34%
- TV-Werbung: 15%
- E-Mail Marketing: 14%
Überraschendes Studienergebnis: Nur gerade 11% der Studienteilnehmer fänden Corporate Blogs als vertrauenswürdig. Viellicht liegt dieses schwache Abschneiden von Firmenblogs an der Feldzeit der Studie: 2006 - also schon etwas älter. Das Vertrauen und die Nutzung von Corporate Blogs (die ja oft Experten- oder Fachblogs sind, und nicht unbedingt ihr eigenes Unternehmen in den Vordergrund stellen) wird in der Zwischenzeit wohl etwas gestiegen sein. Ähnlich den zahlen zur europäischen Nutzung von Weblogs allgemein (unter den Internetnutzern). Die Studie präsentiert folgende Zahlen:
- GB: 14%
- Deutschland: 15%
- Italien: 15%
- Spanien: 16%
- Frankreich: 27%
Der europäische Durchschnitt liegt bei 17% und derjenige der aktiven Blogger bei 3% (Deutschland 2%).
Friday, June 20. 2008
Strategien für Virale Videos und gegen Information Overload
via Tweets von Klaus Eck:
- The Secret Strategies Behind Many "Viral" Videos (TechCrunch)
- Info Overload: What can we do? (Read Write Web)
Thursday, June 19. 2008
Spirofrog - Die Sprunghilfe für die Karriere
Was machen Studis oder Fachhochschüler, wenn sie mit
einem Abschluss in der Hand die Schulbücher für längere Zeit in die Ecke
stellen, um sich auf dem Arbeitsmarkt anzupreisen? Sie gehen ins Internet und „ergoogeln“
sich ihre Stelle, genauso wie dies Konsumenten vor der Anschaffung
eines neuen Fernsehers heutzutage tun. Ich selbst mache die Erfahrung, dass
sich interessante Jobangebote via Xing, Jobbörsen und andere Karriereplattformen
finden lassen. Eine solche Karriereplattform ist Spirofrog, welche sich auf mittelständische
bis grosse internationale Unternehmen/Organisationen,
Studenten und Berufseinsteiger spezialisiert
hat. Unternehmen können sich gegen eine Flatrate auf der Seite als
interessanten Arbeitsgeber anpreisen und gleichzeitig Fix-Jobs, Praktikas oder
auch Masterarbeiten sowie Doktorandenstellen ausschreiben (hier ein Video
dazu). Studenten und Berufseinsteiger auf der anderen Seite profitieren vom Angebot,
ihr Profil und den CV hochladen zu können. Besonders viel versprechend ist die
Funktion „Drop
your CV“. Hier kann man für seinen Lebenslauf ein kostenloses Feedback
einholen (das werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren!). Ausserdem bietet Spirofrog eine Datenbank mit über 7000 Firmenadressen
weltweit sowie direkte Links zu den Bewerbungsplattformen derselben.
Für weltoffene Studenten begrenzt sich das Stellenangebot
nicht nur auf den deutschsprachigen Raum. Momentan locken unter anderem Angebote
aus den USA, Indien, Irland, Frankreich, China, Chile oder Spanien. Damit sich der
in ferne Weltregionen entfliehende Globetrotter nicht etwa verloren und hilflos
in einer einsamen Strassenecke verkrochen wieder findet, steht ein Reiseratgeber
hilfsbereit beiseite (wenn man z.B. wissen will, was es in Bahrain mit der
Mobiltelefonie auf sich hat). Und wenn man seinen Pass mal gerade nicht finden
kann, empfiehlt sich der Blick auf die Liste
aller Deutschen Botschaften (die Eidgenossen seien hierhin verwiesen). Schliesslich
wird das Informationsbouquet mit einem Blog
über Reisetipps, Erfahrungen, Airlines und Infos jeglicher Art abgerundet. Wieso
dieses bei Blogspot gehostet wird, und das Design im Vergleich zur „Mutterseite“
etwas gar schlicht daher kommt, leuchtet mir nicht ein.
Zu bemängeln gibt es an der preisgekrönten
Stellenplattform wenig. Ich habe aber bei der Anmeldung den Eindruck erhalten,
dass die persönlichen Profilangaben womöglich nicht ausreichend sind, um ein vollständiges
genaues Bild meiner Person, meiner Fähigkeiten, Interessen und Spezialgebiete
zu zeichnen. Insofern stelle ich mir natürlich die Frage, wie eine akkurate Vermittlung
zwischen Arbeitgeber und –Nehmer funktioniert. Ausserdem habe ich den Eindruck,
die Eidgenossen (wie bereits erwähnt) und die Österreicher kämen etwas zu kurz –
die Seite ist (noch) sehr deutschland-lastig.
Trotzdem bleibt ein positiver Gesamteindruck und v.a. hat
es viele Jobangebote in den mich interessierenden Arbeitsbereichen (Online PR,
New Media etc.). Ich warte also gespannt auf ansprechende Stelleninserate oder
gar –Angebote. Wer weiss, vielleicht absolviere ich in naher Zukunft bereits ein
Praktikum in Indien ;o) , womit sich die Namensgebung von Spirofrog für mich in die Realität
umgesetzt hätte: Spiridon
Louis – gennant „Spiro“ – ist der berühmteste Marathonläufer aller Zeiten, und
ich kein Frosch…
