eResult
verschickte heute den Newsletter 1/08. Immer dabei sind hier
Publikationen zu Forschungsbeiträgen wie z.B. die "Teilnahmemotivation
für Online-Umfragen". eResult schreibt darüber: Im Rahmen des Optimierungsprozesses unseres Online-Access-Panels www.bonopolis.de haben wir von unseren Panelisten Daten zur Teilnahmemotivation an Online-Umfragen erhoben.
Auf der Basis dieser Daten, ergänzt um soziodemographische Daten und Anforderungen, wurden so genannte Personas
(= archetypische Nutzerbeschreibungen, die stellvertretend für reale
Nutzer stehen) erstellt und beim Optimierungsprozess beachtet.
Grundsätzlich
funktionieren und basieren solche Online-Umfragen/Access-Panels - für
die man sich registrieren muss - mittels einer Belohnung (Incentives)
für die Teilnehmenden. Meist sind dies Bonuspunkte, die ab einem
gewissen Betrag ausbezahlt werden oder Gewinnspielteilnahmen. Diese
rein ökonomischen - extrinsischen - Motive werden jedoch durch
intrinsische Motive ergänzt. Geld alleine ist also nicht der Grund für
eine Teilnahme an Online-Umfragen.
Oftmals
sind diese "weichen" Motive sogar wichtiger für die Teilnehmenden als
die Aussicht auf einen finanziellen Zustupf. Besonders häufig wurden
folgende Motive genannt:
-
„Bei den Umfragen kann ich offen meine Meinung sagen“ (Anzahl an Nennungen in Prozent: 77%),
-
„Habe Spaß an Umfragen“ (72%) oder
-
„Ich möchte Produkte/Dienstleistungen mitentwickeln“ (60%)
Grundsätzliche
Motive sind das Interesse am Thema sowie die Möglichkeit mit der
eigenen Meinung zu etwas Wichtigem beitragen bzw. etwas bewegen zu
können. Letzteres lässt die Brücke zum Hawthorne-Effekt
schlagen. Martin Oetting - der Mundpropaganda-Experte - nennt die
gesteigerte Motivation/Involvement der Nutzer bei der Möglichkeit zur
Beteiligung an einem Produkt/einer Produktentwicklung oder dessen
Promotion "Empowered Involvement".
Insofern ist es für sämtliche Online-Befragungen wichtig, dass dem
potenziellen Befragten deutlich vermittelt wird, dass er einen
wichtigen Beitrag zu einem wissenschaftlichen Projekt oder der
Weiterentwicklung eines Produktes/Dienstleistung leisten kann. Die
Incentives in Form von Geld werden von den Teilnehmern denn auch eher
als Aufwandsentschädigung als eine Möglichkeit des Nebenverdienstes
betrachtet.