Friday, May 9. 2008
Serie - Rezipienten von Corporate Blogs (Teil IX): Definition von Corporate Blogs
Ingenhoff (2007*) definiert Corporate Blogs in Anlehnung an Zerfass (2005: 2 – 3) sowie an Röttger und Zielmann (2006: 39) als:
„Weblogs, die durch das Unternehmen, seine Mitarbeiter oder seine Führungskräfte zur direkten, ungefilterten und dialogorientierten Kommunikation mit wichtigen
Anspruchsgruppen innerhalb der internen Kommunikation, der Marktkommunikation
oder Public Relations eingesetzt werden. Sie erfüllen innerhalb der Organisationkommunikation
vor allem Image-, Thematisierungs- und Informationsfunktionen“.
Etwas kürzer definiert Eck (2007a: 94) einen
Corporate Blog als eine kommerzielle Weblog-Anwendung, die dazu dient, ein
Unternehmensziel kommunikativ zu unterstützen.
Es ist nicht Sinn der Sache, Unternehmensbotschaften einfach neu zu verpacken. Die Kommunikation im Rahmen von Corporate Blogs sollte engagiert, offen, ehrlich, leidenschaftlich, kompetent und vor allem authentisch sein (vgl. Wright 2006: 69 – 71). Neben dem reinen Informationsangebot bietet ein guter Corporate Blog auch die persönliche Meinung des Autors als Mehrwert (vgl. Eck 2007a: 98).
Thursday, May 8. 2008
Alexandria in St. Gallen - Forschungsplattform
Das
hier ist ja eigentlich ein Wissenschaftsblog. Um diesem Ettikett
gerecht zu werden, gibts auch mal wieder einen Wissenschafts-Beitrag ;o)
Ich bin ziemlich erquickt ob diesem Fund! Die Uni St. Gallen führt eine Forschungsplattform, auf der nicht weniger als 2500 Publikationen im Volltext zur Verfügung stehen. Gesamthaft bringt es die Datenbank auf ca. 17500 Artikel. Alexandria heisst der besagte Fundus (benannt nach der antiken Bibliothek). Darauf gestossen bin ich während einer Recherche über Corporate Blogs.
Miriam Meckel, selbst Bloggerin, betrieb mit anderen Forschungspartnern ein Corporate Blog-Projekt (2006-2007). Sie heben den rasanten Wandel der Kommunikationsverhältnisse in der Online-Welt hervor, in der die Netzwerkgesellschaft - im Speziellen Weblogs - für weitreichende Gefahren- wie auch Chancenpotenziale für Organisationen und Unternehmen verantwortlich gemacht wird. Die Risiken werden in kritischen und sich innert kürzester Zeit global verbreitenden Inhalten mit dem Potenzial zur Auslösung von Reputationsdynamiken festgemacht. Chancen bieten sich durch die (virale) Informationsdiffusion über interpersonale Kommunikationskanäle - kurz durch Mundpropaganda (WOM). Corporate Blogs sind insofern ein Kommunikationsinstrument, das sich zur transparenten, nachhaltigen "partizipativen und nicht-hierarchischen Kommunikation" eignet. Die Forschungsschwerpunkte dieses Projekt lesen sich wie folgt:
1) Zum einen soll empirisch nachvollzogen und geprüft werden, wie und in welchen Netzwerken sich die Diffusionsprozesse von Informationen im Internet vollziehen.
2) Zum zweiten soll eine Analyse der Prozesse und Standards in der Unternehmenskommunikation Erkenntnisse darüber bringen, wie Unternehmen die neuen Kommunikationsformen - insbesondere Weblogs - in ihr Kommunikationsmanagement proaktiv (und reaktiv) integrieren.
3) Schliesslich soll in einem dritten Untersuchungsansatz aus der Verbindung der ersten beiden Schritte abgeleitet werden, welche Reputationsrisiken sich aus den Verbreitungs- und Verarbeitungsprozessen kritischer Informationen im Internet für Unternehmen ergeben, wie diese Reputationsrisiken zu bewerten sind und wie sie durch Kommunikationsverantwortliche im Unternehmen selbst bewertet und durch neue Kommunikationskonzepte und –instrumente im Kommunikationsmanagement aufgegriffen werden.
Leider scheinen die Forschungsergebnisse nicht zu den öffentlich verfügbaren Publikationen zu gehören. Hingegen kann auf Anfrage ein weiteres Unternehmensblog-Projekt eingesehen werden, welches sich mit den Typologien von Blogs in der Unternehmenskommunikation befasst. (ob man die Texte dann auch erhält, werden wir sehen). Es handelt sich dabei um ein Konferenzpapier zur Jahrestagung der Schweizer Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaften (St. Gallen/2007). In der Übersicht wird das Anliegen des Papers kurz dargelegt:
Trotz einer Vielzahl von Publikationen zum Thema Blogging hat sich bisher noch kein vollständiger Theorierahmen zur Analyse von Weblogs im Rahmen der Unternehmenskommunikation gebildet. Viele Ansätze zur Typisierung des Begriffes Corporate Blogging bleiben eine Anbindung an die konkreten Funktionen der Coporate Communication schuldig und begnügen sich mit eindimensionalen (wie etwa inhaltlichen oder autorenzentrierten) Klassifizierungsversuchen.
Laut.fm : das Mitmachradio
Nach laut.de - der Musik-Plattform aus Deutschland - gibt es jetzt auch laut.fm
Es handelt sich dabei um ein Mitmachradio, auf dem man sein eigenes Musikradioprogramm zusammenstellen kann. Entweder werden die eigenen Songs ge-uploaded oder man greift auf die Songdatenbank von laut.fm zurück. Das Coole an der ganzen Sache: Man kann seinen eigenen Radiostream auf der eigenen Homepage einbauen (oder diejenigen anderer "Radioproduzenten"). Es scheint sich dabei lediglich um Musik zu drehen. Interessant wäre natürlich die Generierung von redaktionellen Beiträgen zu musikrelevanten oder anderen Themen. Vielleicht gibts das ja auch bereits.
Wie es rechtlich aussieht, weiss ich gerade nicht. Dürfen eigene (also selbstproduzierte) Songs in die Datenbank gespiesen werden? Verliert man dann die Nutzerrechte? Darf ich meine legal oder illegal erworbenen Songfiles einfach so hinzufügen? Bezahlt dann laut.fm die Gebühren? Wer mehr weiss, darf gerne antworten ;o)
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Nachtrag:
So, hatte noch ein wenig Zeit gefunden, mich mit den AGB's auseinanderzusetzen. Nicht ganz alle Punkte entsprechen dem Community-Gedanken:
- Die zum Betrieb eines solchen eigenen Internetradios erforderlichen und anfallenden Streaminggebühren, GEMA- und GVL-Lizenzen werden durch den Anbieter entrichtet, hierzu wurden entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit den entsprechenden Gesellschaften geschlossen,
- Als Gegenleistung wird dem Anbieter die Möglichkeit eingeräumt in den Radiostreams und -Playern Werbung zu schalten. Über Art und Umfang wird das Mitglied regelmäßig hinreichend informiert.
- Die vom Mitglied veröffentlichte Inhalte sind eigene Inhalte des Mitgliedes. Sofern das Mitglied eigene Musikdateien in den Dienst hochlädt, steht es selbst dafür ein, jegliche hierfür erforderliche Rechte zu besitzen.
- Der Anbieter stellt lediglich das System und den Speicherplatz zur Verfügung. Die Verantwortung für sämtliche Inhalte, die von Mitgliedern über den Dienst des Anbieters übermittelt und veröffentlicht werden trägt ausschließlich das anbietende Mitglied.
- Das Mitglied überträgt dem Anbieter ein örtlich zeitlich unbeschränktes Nutzungsrecht an den vom jeweiligen Mitglied auf dem Dienst öffentlich zugänglich gemachten oder gespeicherten Inhalten. Das Mitglied garantiert, dass durch diese Inhalte keine Rechte Dritter verletzt werden.
- Das Mitglied darf keine unautorisierten Musikaufnahmen übertragen; dazu zählen ohne Ausnahme sog. Bootlegs (unautorisierte Konzertmitschnitte) und Aufnahmen, die im Land, in dem das Mitglied seinen Sitz hat, noch nicht veröffentlicht worden sind. Das Mitglied darf die Musikaufnahmen nicht re-mixen oder in anderer Weise verändern, sodass die übertragenen Musikaufnahmen sich von den Originalaufnahmen unterscheiden.
Ok, so weit klar. Nicht ganz sicher bin ich mir darüber, ob ich im Besitz "jeglicher hierfür erforderlichen Rechte" einer gekauften CD bin, um sie (ohne Gewinnorientierung) über laut.fm ausstrahlen zu dürfen. Wohl eher nicht, bin aber kein Jurist...
Nicht ganz ok finde ich das Übertragen eines unbeschränkten Nutzungsrechts hochgeladener Inhalte an den Anbieter. Hatten wir das Problem nicht schon mal beim online Photoshop-Angebot??? (Wurde auch hier, hier, hier, hier und hier thematisiert).
Wednesday, May 7. 2008
Grünes Guerilla-Marketing


EU Parlament - Pro Blogosphäre
Der Kulturausschuss des EU-Parlaments will im Rahmen der Revision des Telekommunikationsgesetzes ("telecommunication rules") alternative Medienangebote wie Weblogs und Communities fördern, um einen kulturellen Pluralismus gewähren zu können. Veranlasst wurde der Vorstoss auf Grund der zunhemenden Konzentration traditioneller Medienanbietern. Dadurch werde die kulturelle Vielfalt gefährdet.
Der Kulturausschuss setzt dabei auf "bottom-up" Medien, welche in einem Bericht eigens definiert werden. Es handelt sich dabei nicht nur um neue digitale Medien wie Weblogs und Podcasts, sondern auch um terrestrische Radio- & TV-Programme und Printmedien. Auf Golem.de wird der Bericht folgendermassen zusammengefasst:
Der Entwurf des Berichts des Kulturausschusses enthält genaue Vorstellungen davon, wie "Community-Medien" auszusehen haben. Demnach arbeiten Community-Medien ohne die Absicht, Profite zu erzielen, überwiegend im öffentlichen oder privaten Interesse, ohne kommerziellen oder monetären Profit und verantworten sich gegenüber der Community, deren Interesse sie bedienen. Dies bedeute auch, "dass sie die Community über ihre Handlungen und Entscheidungen informieren, diese rechtfertigen, und im Falle eines Fehlverhaltens bestraft werden". Zudem sollen Community-Medien offen sein für die Teilnahme der Community-Mitglieder bei der Schaffung von Inhalten (Im Bericht auf Seite 5f. & 7).
Solche Medien "sind ein effektives Mittel, um die kulturelle und sprachliche Vielfalt zu stärken, die soziale Einbeziehung und die lokale Identität, was die Vielfalt des Sektors erklärt", heißt es im Bericht.
Zunächst zielt das Unterfangen darauf ab, den Community Medien zu einem rechtlich anerkannten Status zu verhelfen. Darüber hinaus geht es um die finanzielle Unterstützung:
Financial resources of CM can vary a lot but are in general rather scarce. EU funding can be an important source of revenue. Due to the fact that the sector is heterogeneous and the benefits of CM are widespread, the sector can benefit from a range of EU funding such as the European Regional Development Fund, the European Social Fund, Lifelong Learning Programme and others. However, only a minority of the sector has the knowledge and experience to apply for and to benefit from EU support. On the other hand, funding officers are also not aware of the breadth of CM’s potential. Thus, the scope exists to further integrate the concept of CM into EU support actions. Information on application to existing EU funding should be spread through a European internet-based source dedicated to CM.
Es wird in der Folge schwierig sein zu entscheiden, welche Angebote der ausgearbeiteten Definition von Community Medien entsprechen und somit in den Genuss von Fördergeldern kommen. Wie Golem richtig schliesst, würde die Umsetzung der Massnahmen "zu einer regulativen Teilung der Blogosphäre führen. Denn nur ein geringer Teil der Text-/Audio-/Video-Blogs würde der strengen Definition des Kulturausschusses genügen [...]".
Tuesday, May 6. 2008
1. Swiss Podcast & Weblog Award
Alle Infos zum Swiss Podcast & Weblog Award gibt es hier:
Am 16. Mai startet der 1. Swiss Weblog & Podcast Award. Unter dem einprägsamen Namen lesezeichen08 werden die besten Text- und Audiobeiträge gesucht zum Thema “Podcast entdecken”. Zu gewinnen sind 1.000 Franken als Hauptpreis und je ein iPod touch für den besten Text- und Audiobeitrag, wie den nachstehenden Teilnahmebedingungen zu entnehmen ist.
1. Ziele des Swiss Weblog & Podcast Award
Der Swiss Weblog & Podcast Award mit dem Titel lesezeichen08 wird erstmals ausgeschrieben von der Schweizerischen Blindenbibliothek SBS. Der Preis lese-zeichen08 verfolgt zwei Ziele:
Einerseits sollen mit dem Preis in der Schweiz lebende Blogger und Podcaster für hervorragende Arbeiten geehrt werden. Dadurch wird die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht, dass diese so genannten Neuen Medien viele Trouvaillen bergen, die entdeckt werden wollen.
Andererseits soll mit den eingereichten Beiträgen die Lust an Podcasts gefördert und – wichtig für die Schweizerische Blindenbibliothek SBS als Initiantin – das Verständnis dafür geweckt werden, dass Podcasts zusammen mit Hörbüchern für Blinde und Sehbehinderte ein wichtiges neues Kommunikationsmittel sind.
CuriousPhotos - Photoblog
Bliss - Guerilla-Marketing-Blog
Monday, May 5. 2008
Analyse-Tools zu Bewertung der Homepage / des Blogs
Mit Seitwert lässt sich das eigene Blog oder die eigene Homepage nach folgenden Kriterien bewerten:
- Gewichtung bei Google
- Zugriffszahlen bei Alexa
- Social Bookmarks
- Technische Details
- Gewichtung bei Yahoo
- Sonstige Faktoren
Daraus berechnet Seitwert einen Wert von 0 bis 100. Der Sinnmacherblog schafft es auf satte 19,09/100. Im Vgl. dazu besitzt z.B. BasicThinking 56,01/100. Würde mich interessieren, wieviele Punkte Ihr so an den Tag legt. Das Seitwert-Tool verdient bei mir das Prädikat: Sensationell!!!
Auch gut, wenn nicht ganz an Seitwert heranreichend, ist Socialmeter. Damit lässt sich eine Social Software-Bilanz ziehen. Auf wievielen Social Bookmarking Sites ist meine Homepage / mein Blog verzeichnet? Der Sinnmacherblog bringt es hier auf 4769 Punkte (was v.a. Sphere zu verdanken ist...). Diese Tools sind natürlich eine gute Ergänzung zur Erfolgsmessung eines Corporate Blogs.
Blogger's Choice Awards
Die Blogger's Choice Awards 2008 sind da:
This site not only allows you to nominate your favorite blogs within a slew of unique categories but you can also vote and comment on others that have already been submitted. In turn, others can also vote and comment on the blogs you've nominated. Votes will be displayed on the site in real-time, so you can see who's leading within each category at any moment! Winners in each respective category will be revealed in late 2008, and will be recognized at a one-of-a-kind awards ceremony (date and location to be determined at a later time). The results will be posted at BloggersChoiceAwards.com.
You may nominate and vote for as many blogs as you want, as long as you adhere to our Rules and Regulations. We reserve the right to remove or edit nominations, comments, user information, categories, and other content that appears on the site at our discretion.
The Blogger's Choice Awards are sponsored by IZEA, Inc. and its properties, as well as any sponsors.
In 36 Kategorien (von Animal Bloggers bis Worst Blog of All Time) kann man mit seiner Stimme den Sieger mitbestimmen. Natürlich gibts auch eine Kategorie für den besten Corporate Blog (momentaner Leader: Scottragsdale).
Wer gerne für den Sinnmacherblog voten möchte, kann dies gerne hier tun. Ich rechne mir natürlich eine reale Nominationschance aus und zähle deswegen auf jede Stimme ;o) Deutschsprachige Blogs können leider nur unter der Kategorie "Foreign Language" teilnehmen...
Sunday, May 4. 2008
Corporate Blog Controlling / Erfolgsanalyse
Ein wahrhaft guter Fund: styropor.digital ist auf eine kurze und knackige Präsentation über die Erfolgsmessung von Corporate Blogs gestossen. Die will ich hier natürlich niemandem vorenthalten:
Die Grafik unterscheidet zunächst zwei Analyse-Ebenen.
1. Outside-In: "Participation" - Was machen die Rezipienten mit dem Blog?
2. Inside-Out: "Conversation" - Welche Konversationen löst der Corporate Blog aus?
Den Traffic und die Verweildauer auf dem Corporate Blog misst man mit Google Analytics. Die abonnierten RSS-Feeds (Subscriptions) können mit Feedburner erfasst werden (wobei das nur für die entsprechenden Feedburner-Feeds gilt; ein Weblog kann auch mit der "eigenen" Software bestellt werden). Für die Analyse der Kommentare hilft eine self-made qualitative wie quantitative Auswertung weiter (durchschnittliche Kommentare pro Eintrag etc. & welchen Mehrwert bringen die Kommentare - findet ein Dialog statt?). Für die Suchmaschinenoptimierung lohnt es sich hin und wieder einen Blick auf Onkel Google und Konsorten zu werfen (dafür hilfreich, wenn auch grafisch ein völliges "no-go", ist irank aus den Laboratorien von HP; ausserdem werden hier auch die Meta-Tags ersichtlich - Eine Alternative bietet auch der Google-Suchbegriff "link: DEINE-URL"). Klar, dass für das Tracking von Verlinkungen anderer Blogs (Authority) ein Konto bei Technorati von Nöten ist. Und schliesslich sollten eben auch Social Bookmarks auf den eigenen Blog überwacht werden. Statt manuell bei den einzelnen Anbietern danach zu suchen, bietet sich mit AideRSS eine bequemere Möglichkeit dazu (zumindest für den Branchenleader del.icio.us).
Wie in der Grafik ersichtlich, ist auch die Anschlusskommunikation von traditionellen Medienanbietern ein sehr guter Erfolgsindikator. Weblog-Einträge, die es in die Massenmedien schaffen, geniessen natürlich ein Vielfaches an Aufmerksamkeit. Schliesslich bin ich der Meinung, dass Corporate Blogs hin und wieder eine kleine Umfrage unter den Rezipienten starten sollten, um abschätzen zu können, was gut gemacht wird, was nicht und wo allenfalls noch Potenzial vorhanden ist.
Friday, May 2. 2008
Werbung muss nerven
Besonders
(auffällig) schlecht konzipierte und provokative Werbungen wirken oft am besten,
da sie dem Rezipienten in Erinnerung bleiben. Dies ist meist nicht dem
Unvermögen der Werber zuzuschreiben, sondern obliegt einem Kalkül der
Werbeleute. Liebevolle und sympathische Werbung gehöre denn auch der
Vergangenheit an, meint etwa Richard Huntington, Strategy Director bei Saatchi & Saatchi.
Ein gutes Beispiel für nervige Werbung sind z.B. schlecht
synchronisierte Waschmittel-Spots:
Wednesday, April 30. 2008
Blogs sind Mainstream-Medium
Gemäss einer Studie von Universal McCann können es die Blogs mit den traditionellen Massenmedien aufnehmen, wie persönlich.com heute morgen berichtete. 73 Prozent der in 29 Ländern befragten 17'000 Internet-Nutzer haben schon einmal einen Blog konsultiert. Auf dem ganzen Globus zählt die Studie 184 Millionen Blogger, davon 42 Millionen allein in China -- das sind mehr als in Westeuropa und den USA zusammen.
Nicht ganz überraschend liegt die Schweiz im weltweiten Durchschnitt hinten (wir leben halt noch immer auf der Alp und produzieren Käse-Milch-Schoggi...):
Die Schweiz fällt in der Nutzung der Social Media im Vergleich zu den Durchschnittswerten ab. So haben bloss 63 Prozent der befragten Nutzer schon einmal einen Blog gelesen, 41 Prozent gaben an, einem Social Network anzugehören, 39 Prozent bereits einmal Fotos auf eine Sharing Plattform hochgeladen zu haben.
Auch Deutschland gehört nicht gerade zu den Pionieren in Sachen Web 2.0. MaCann betitelt die Deutschen in einer (anderen) europäischen Web 2.0-Studie als "Blog-Muffel" (befragt wurden 5.088 regelmäßige Internet-Nutzer im Alter zwischen 16 und 44 Jahren in den fünf Ländern Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien).
Dafür liegen die Deutschen im Online-Dating, wie auch im Erstellen eigener Homepages ganz vorne. In einer Nord-Süd-Analyse zeigt sich, dass die "Latinos" mehr eigenen Content ins Internet stellen als die Nordländer. Ausserdem zeigt die Studie, dass 14% aller befragten Onliner ein eigenes Weblog betreiben. In Deutschland seien es nur etwa 10% (was sich in etwa mit anderen Studienergebnissen deckt).
Und obwohl Blogs ein immer wichtigeres Massenmedium werden, kann auch hier von Komplementarität statt "tödlicher" Konkurrenz gesprochen werden:
Dies geht aber nicht zu Lasten der klassischen Medien: Zeitungen, Zeitschriften und die Empfehlungen von Freunden haben nach wie vor eine hohe Glaubwürdigkeit und werden zu Rate gezogen. „Content Creators“ nutzen generell mehr Informationsquellen und sind besser informiert als andere Internet-Nutzer – daher können sie sehr gut in ihrer Community als Multiplikatoren fungieren. Hinzukommt, dass sie extrem skeptisch gegenüber Online-Werbung sind.
Nachtrag: Über den Media-Blog bin ich noch auf das komplette 80-seitige Dokument von McCann gestossen.
Nike Euro 08 Spot
Der Nike Spot für die Euro 08 ist da. Regie führte Guy Richie, Ehemann von Madonna. Das Storyboard führt durch die Karriere eines Fussballers bis er schliesslich... - ja, da musst du schon selber reinschauen ;o)




